Haben Sie es auch schon bemerkt: Das „neue Ehrenamt“ ist Thema geworden innerhalb der Gesellschaft. Viele unserer Kunden können Ihre Angebote und Dienstleistungen nur mit dem freiwilligen Engagement einiger Menschen aufrechterhalten: Hospizarbeit, die Unterstützung junger Familien, Stadtteilprojekte, Altenbetreuung, Mehrgenerationenhäuser, … all das funktioniert nur durch ehrenamtliche Mitarbeit.
Die demografische Entwicklung wird auch in Zukunft nichts anderes zulassen und die Situation eher noch verschärfen – und damit auch den Wettbewerb um Freiwillige. In der Politik ist die Herausforderung angekommen. Der Bundesfreiwilligendienst als Ersatz für den Zivildienst ist eine von mehreren wichtigen politischen Weichenstellungen.
Viele Social Profits fragen sich momentan: Wie mache ich meine Organisation und meine Strukturen fit für den Wettbewerb um freiwillig Engagierte? Und wo sollen die eigentlich herkommen? Im Moment fischen viele in den gleichen Gewässern und das Werben um Freiwillige wird eher auf ein gegenseitiges Abwerben bereits engagierter Menschen hinauslaufen. Es wird auf Dauer nur gehen, wenn neue Bevölkerungsgruppen und soziale Milieus gewonnen werden können, die mit ihrem freiwilligen Engagement momentan noch unterrepräsentiert sind. Aber welche dieser Milieugruppen lassen sich gewinnen? Wie und wo spreche ich sie als Organisation richtig an, um sie für meine Sache zu begeistern? Fragen mit denen wir uns in den letzten Wochen und Monaten im Auftrag unserer Kunden beschäftigen durften. Einige Gedanken dazu, aber vor allem konkrete Anregungen und Tipps zur Vorgehensweise wollen wir Ihnen in weiteren Blogbeiträgen nahebringen.
Der erste Tipp kommt gleich jetzt: Bündeln Sie Kräfte im Werben um neue Freiwillige. Zunächst die internen Kräfte. Bringen Sie die Menschen aus Ihrer Organisation zusammen, die mit freiwillig Engagierten zusammenarbeiten und sie ansprechen sollen. Befähigen Sie diese durch Schulungen, aber vor allem durch eine gemeinsame Sichtweise, die Ehrenamtliche und Hauptamtliche als Partner auf Augenhöhe versteht. Bündel Sie Ihre Kräfte aber auch mit denen anderer Anbietern. Gerade, wenn es um die Ansprache neuer Milieugruppen geht, kann es helfen, mit anderen Organisationen und Initiativen gemeinsam aufzutreten.

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