Die gute Nachricht zuerst: Das bürgerschaftliche Engagement in Deutschland ist in den letzten 20 Jahren um etwa ein Drittel gestiegen. Die noch bessere Nachricht: Internet und SocialMedia schaffen bei der Vernetzung von engagierten Bürgern untereinander und mit Organisationen immer spannendere Möglichkeiten.
Besonders deutlich wird das, wenn wir uns einige Plattformen für die Vernetzung von bürgerschaftlichem Engagement genauer anschauen. Ich habe das für einen Vortrag bei der zweiten Stuttgarter Social Bar zum Thema: „Vernetzung Bürger & Organisationen“ getan.
Für all die Millionen im Land, die den Vortrag nicht miterleben konnten, nun die Kurzzusammenfassung der Erfolgsfaktoren. Wie vernetze ich engagierte Menschen untereinander oder mit meiner Organisation und ihren Projekten?
- Mit Bildern, Filmen, Menschen und Stories arbeiten. Das schafft emotionale Verbindlichkeit. Ein gutes Beispiel ist burmariders.com
- Bottom up schlägt TopDown. Die lebendigsten Plattformen für Ehrenamt wachsen von unten. Die großen offiziellen Kampagnensites wie engagiert-in-deutschland.de wirken oft wie ausgestorben.
- Den Zugang möglichst einfach gestalten. Genial, wenn ich als User meinen gewohnten Login und das Profil von Facebook, twitter, flickr und Co. einfach importieren und nutzen kann, wie unter wikando.com.
- Die Möglichkeiten und die Nutzung erklären mit Videos und einfachen Anleitungen auf der Website selbst. Sehr sinnvoll sind Präsenter, die den Umgang mit der Seite erklären, wie der nette Max Headroom-Verschnitt unter realisr.com.
- Multiplikation schaffen. Soziale Netzwerke, wie eigene Fanseiten auf Facebook, direkt einbinden in meine Website. Das machen inzwischen schon sehr viele Anbieter. Auf Knopfdruck all meine Kontakte aus meinem Webmailer mit einer vorformulierten Nachricht beglücken. Das kann ich zum Beispiel bei wikando.com.
- Den Menschen mit ihrem Engagement ein Forum geben, sich zu präsentieren, wie unter helpedia.de. Damit werden sie zu Vorbildern für andere, es Ihnen gleichzutun.
Und zum Schluss noch eine gute Nachricht: 35 Prozent der 14 bis 29-Jährigen in Deutschland engagieren sich sozial. Grund genug, ihr Engagement über das Internet anzusprechen.

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